Der Hinterer Augenabschnitt
Der hintere Augenabschnitt umfasst die Gesamtheit aller Augenstrukturen, die von außen nicht direkt sichtbar sind. Dazu gehört die lichtempfindliche Netzhaut, welche von der Aderhaut und den inneren Blutgefäßen mit Nährstoffen versorgt wird. Weiterhin gehört dazu der Glaskörper, der das Auge ausfüllt und stabilisiert, sowie der Sehnerv.
Menschen mit einer hohen Kurzsichtigkeit haben allgemein ein erhöhtes Risiko für Netzhautschäden in Form von Löchern oder Rissen. Betroffene Menschen bemerken dann subjektiv vermehrt das Auftreten starker Blitze oder sie sehen viele hundert kleine schwarze Punkte im Gesichtsfeld. Von einer Netzhautablösung spricht man, wenn Flüssigkeit durch ein Loch unter die Netzhaut gelangt und diese vom Augenhintergrund abhebt. Betroffene nehmen dies wie einen schwarzen Vorhang wahr, der von außen immer mehr in die Mitte zieht. In solch einem Fall ist es wichtig, direkt einen Augenarzt aufzusuchen.
Die Aderhaut (Chorioidea) liegt zwischen Netzhaut und Lederhaut und enthält viele Blutgefäße. Neben der Nährstoffversorgung ist sie auch wichtig für die Temperaturregulierung der äußeren Netzhautschicht. Eindringende Keime oder Stoffe aus anderen Entzündungsherden im Körper (Zähne, Mandeln, Rheuma) können der Auslöser solch einer Entzündung sein. Der Verlauf ist meist schmerzlos und bewirkt häufig einen Druckanstieg im Auge. Typischerweise wird eine Aderhautentzündung durch eine deutliche Sehverschlechterung mit verzerrtem Sehen bemerkt.
Diabetes mellitus ist eine Allgemeinerkrankung, die durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel charakterisiert wird. Dadurch werden die Wände der Blutgefäße in den Augen geschädigt, welche die Netzhaut mit Nährstoffen versorgen. Zum einen kommt es in bestimmten Bereichen der Netzhaut zu Nährstoffunterversorgungen, zum anderen werden die geschädigten Blutgefäße undicht und verlieren Flüssigkeit, was die Netzhaut zusätzlich schädigt. Daher ist es wichtig für Diabetespatienten die Augen regelmäßig alle 1-2 Jahre kontrollieren zu lassen, insofern keine Netzhautveränderung ersichtlich sind.
Die Behandlung einer diabetesbedingten Gefäßschädigung ist dieselbe der feuchten Makuladegeneration.
Durch ein weitverzweigtes Blutgefäßsystem werden die Lichtsinneszellen der Netzhaut permanent mit Nährstoffen versorgt. Bei einem Verschluss der zuleitenden oder ableitenden Blutgefäße durch eine Thrombose kommt es zu Blutungen und Schwellungen in der umgebenden Netzhaut. Das Ausmaß der daraus resultierenden Netzhautschäden ist dabei abhängig von der Art, dem Ort und der Dauer des Gefäßverschlusses. Meist bemerken betroffene Personen eine schmerzlose, plötzliche Sehverschlechterung. In solch einem Fall sollte direkt ein Augenarzt aufgesucht werden. Die Behandlung eines venöseren Gefäßverschlusses gleicht der einer feuchten Makuladegeneration.
Der Sehnerv verbindet wie ein Datenkabel das Auge mit dem Gehirn. Die bekannteste und am weitesten verbreitete Erkrankung, die den Sehnerv schädigt, ist das Glaukom – zu Deutsch grüner Star. Ein Glaukom steht oft im Zusammenhang mit einem erhöhten Augeninnendruck und bleibt zu Beginn meist unbemerkt. Erst im fortgeschrittenen Stadium der Sehnervschädigung werden von betroffenen Personen subjektiv Ausfälle im Gesichtsfeld wahrgenommen. Je früher ein Glaukom erkannt wird, desto besser kann die bestehende Sehfähigkeit durch eine Augendruck senkende Therapie langfristig erhalten werden.

Erfahrungen und Bewertungen unserer Patienten

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