Vorsorge­unter­suchungen

Unser Hauptanliegen ist es, Ihnen stets eine bestmögliche, hochqualitative und zielgerichtete medizinische Untersuchung sowie Behandlung zu bieten, die dem aktuellsten Stand der Therapie und Technik entsprechen.

Dafür bieten wir Ihnen erweiterte Augenuntersuchungen, in Form von individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) an, welche über die medizinische Grundversorgung der gesetzlichen Krankenkassenleistung hinausgehen.

Der Begriff “Vorsorge“ beinhaltet in der Augenheilkunde spezifische, vorbeugende Maßnahmen, um den bestehenden Sehkomfort langfristig zu erhalten. Dadurch soll eine spätere Entwicklung von sehgefährdenden Augenerkrankung nach Möglichkeit vermieden werden.

Unsere Praxis bietet Ihnen individuelle Gesundheitsleistungen - auch IGeL-Leistungen genannt - fair und zielführend an. Wie der Name schon sagt, sind solche Untersuchungen individuell und nicht in jedem Fall sinnvoll. Ob überhaupt, welche und wann solch eine Untersuchung für Sie in Frage kommt, wird immer im Vorfeld individuell besprochen.

Wir als augenärztliche Praxis vertreten den IGeL-Kodex der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) und bekennen uns damit zu einem verantwortungsvollen Umgang mit IGeL-Leistungen.

Das bedeutet für Sie konkret, dass:

  • wir sachlich über mögliche IGeL-Leistungen informieren und Ihnen auf Wunsch weiterführende Informationen und Entscheidungshilfen anbieten.
  • wir erklären, welchen Sinn und individuellen Nutzen die etwaige IGeL-Leistung für Sie hat.
  • wir Ihnen stets freistellen, sich für oder gegen die Leistung zu entscheiden und Ihnen dafür eine angemessene Bedenkzeit geben.
  • wir informieren, dass Sie in Bezug auf die IGeL-Leistungen stets eine Zweitmeinung einholen können.
  • wir nach der Untersuchung eine nachvollziehbare Rechnung (entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte GOÄ) ausstellen.

Glaukom­vorsorge

Glaukom - Was ist das?

Das Auge ist vergleichbar mit einer Kamera. Was bei einer Kamera der Film war, ist beim Auge die Netzhaut. Millionen von Lichtsinneszellen nehmen die ins Auge fallenden Lichtinformationen auf, wandeln diese in elektrische Impulse um und leiten sie über den Sehnerv zum Gehirn weiter.

Fakten zur Untersuchung

Untersuchungsdauer:30 bis 60 Minuten
Diagnose:Am Folgetermin durch Arzt
Arbeitsfähigkeit:Keine Einschränkungen
Verkehrstauglichkeit:Keine Einschränkungen
Kosten:Selbstzahlerleistung
Bezahlung:per Rechnung

Der Sehnerv selbst besteht aus 1,2 Mio. Nervenfasern und ist vergleichbar mit einem Datenkabel. Ein fortschreitender Schwund des Sehnervs wird als Glaukom oder grüner Star bezeichnet. Oft – aber bei weitem nicht immer – ist die Erkrankung mit einer Erhöhung des Augeninnendruckes verbunden.  

Die Auswirkung der Schädigung ist eine gestörte Weiterleitung der Sehinformationen vom Auge zum Gehirn. Der Krankheitsverlauf schreitet schmerzlos voran und kann durch eine Vielzahl von Erkrankungen ausgelöst werden. Im Anfangsstadium wird ein Glaukom in der Regel gar nicht wahrgenommen, da das besser sehende Auge die Seheinschränkungen ausgleicht. Erst, wenn ein fortgeschrittener Schaden des Sehnervens besteht, treten erste Symptome in Form von äußeren Gesichtsfeldausfällen auf.

Weitere Informationen zur Glaukomvorsorge

Untersuchungs­inhalt und Ablauf

Bei der Glaukom-Vorsorge werden die Gesundheit des Sehnervens sowie das Risiko für eine Sehnerv-Schädigung durch verschiedene Messungen beurteilt und dokumentiert. Alle Untersuchungen sind kontaktlos, schmerzfrei und stören das Sehen nicht. Die vorher bestehende Fahrtüchtigkeit wird durch die Untersuchung nicht beeinflusst, da keine Augentropfen zur Pupillenerweiterung erforderlich sind. Alle Messergebnisse der Untersuchung werden an einem Folgetermin mit einem Arzt persönlich besprochen. Bei Auffälligkeiten während der Messung wird direkt ein Augenarzt hinzugezogen.

Grundsätzlich kann jeder Mensch ein Glaukom mit entsprechender Sehnerven-Veränderung entwickeln. Je früher diese Veränderungen erkannt werden, desto besser kann auf eine dauerhafte Beeinträchtigung des Sehens reagiert werden. Obwohl es für ein Glaukom bisher keine Heilung gibt, lässt sich der Krankheitsverlauf durch drucksenkende Therapien stark verlangsamen. Das Risiko ein Glaukom zu entwickeln steigt mit zunehmendem Alter. Besonders für Menschen mit einem Glaukom-Fall in der Familie, ist eine Vorsorgeuntersuchung sinnvoll. Weiterhin haben Raucher, Diabetes-Patienten, Personen mit einer Kortison-Langzeitbehandlung oder mit Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose, ein erhöhtes Risiko für ein Glaukom.

Augeninnendruckmessung:
Bei der Messung des Augeninnendruckes trifft mehrfach ein leichter Luftstoß auf das Auge. Ein Sensor misst wie die Augenoberfläche auf den Luftstoß reagiert und ermittelt daraus den aktuellen Augendruck. Dieser liegt bei Erwachsenen normalerweise zwischen 10 und 21 mmHg.

Bestimmung der Hornhautdicke (einmalig):
Die Hornhaut des Auges (auch Kornea genannt) ist die vorderste, durchsichtige Schicht des Auges. Auf sie trifft der Luftstoß bei der Augendruckmessung. Weil die Hornhautdicke von Mensch zu Mensch verschieden ist, können Abweichungen im Messergebnis auftreten. Um den tatsächlich vorliegenden Druck festzustellen, ist es daher wichtig die individuelle Hornhautdicke zu kennen.

Netzhautschicht-Messung mittels Optischer Kohärenztomografie (OCT):
Mit dem OCT wird die Dicke der Nervenfaserschicht im Bereich des Sehzentrums und des Sehnervenkopfes (Papille) gemessen. Die Nervenfasern sind eine Art “Datenkabel“ und verbinden die Lichtsinneszellen mit dem Gehirn. Ein Glaukom schädigt diese Nervenfasern. Durch die Messung kann bestimmt werden, ob und in welchem Bereich Nervenfasern geschädigt wurden, bevor spürbar Gesichtsfelddefekte auftreten.

Fotografie des Augenhintergrundes (Fundus):
Mit einer Laser-Scanning-Kamera wird ein Weitwinkel-Foto des Augenhintergrundes aufgenommen. Netzhautveränderungen, besonders im Bereich des Sehnervenkopfes, können so schnell und einfach erkannt und dokumentiert werden.

Gesichtsfeldmessung:
Die Gesichtsfelduntersuchung ist ein Funktionstest bei dem ermittelt wird, ob eine reduzierte Empfindlichkeit oder Ausfälle im Gesichtsfeld vorhanden sind.

Das Auge selbst ist nicht leer, sondern mit einer klaren Flüssigkeit, dem Kammerwasser, gefüllt. Dieses Kammerwasser versorgt das Augeninnere mit Nährstoffen und stellt mit einem gewissen Druck sicher, dass das Auge seine runde, feste Form beibehält.

Ist der Druck im Auge zu hoch, kommt es zu einer Quetschung der Nervenfasern am Sehnervenkopf (Papille). Weiterhin kann es zu einer Nährstoffunterversorgung des Sehnervs kommen. Ein erhöhter Augendruck ist der größte Risikofaktor zur Entwicklung eines Glaukoms. Es ist auch möglich, dass Menschen einen überdurchschnittlich hohen Augendruck haben und kein Glaukom entwickeln. Man spricht dann von einer sogenannten okulären Hypertension. Für die betreffenden Personen ist es wichtig, sich regelmäßig augenärztlich untersuchen zu lassen, um der Entwicklung eines Glaukoms vorzubeugen.

Ein durchschnittlich hoher Augeninnendruck ist keine Garantie dafür nie ein Glaukom zu entwickeln. Man spricht dann von einen sogenannten “Normaldruck-Glaukom“. Grund dafür ist eine Minderdurchblutung des Sehnervs bei normalen Druckwerten. Auslöser sind unter anderem Gefäßerkrankungen, ein hoher Cholesterinspiegel, sehr niedriger Blutdruck oder Tabakkonsum. Die Auswirkungen gleichen denen eines zu hohen Augendruckes.

Das Gesichtsfeld der Augen beschreibt seinen gesamten visuellen Wahrnehmungs-bereich bei unbewegtem Blick. Im zentralen Gesichtsfeld liegt alles was man direkt anschaut. Die restliche visuelle Wahrnehmung liegt im äußeren oder “peripheren“ Gesichtsfeld, welches bei einem Glaukom als erstes geschädigt wird.

Hat der Augeninnendruck eine Höhe die den Sehnerv schädigt, muss dieser auf einen Wert eingestellt werden, bei dem die Schädigung des Sehnervs gestoppt wird. Der sogenannte >>Zieldruck<< wird vom Augenarzt festgelegt. Gesenkt wird der Druck in der Regel durch medikamentöse Tropftherapie, aber auch Laser-Operationen, chirurgische Eingriffe sind möglich. Die verschiedenen Augentropfen können auf zweierlei Arten Wirken. Manche reduzieren die Kammerwasserproduktion, andere verbessern den Kammerwasserabfluss. Welche Tropfen in welcher Menge zum Einsatz kommen ist individuell unterschiedlich und wird auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt. Kann der Augeninnendruck nicht ausreichen mit Augentropfen gesenkt werden, wird ein operativer Eingriff nötig um ein Fortschreiten der Sehnervenschädigung zu verhindern.

Makula­vorsorge

Makuladegeneration (AMD) - Was ist das?

Wie eine Lupe fokussiert das Auge das einfallende Licht in einem Punkt und zwar im Sehzentrum der Netzhaut, der sogenannten Makula. Diese Stelle der Netzhaut besitzt die größte Dichte an Lichtsinneszellen und damit das beste Auflösungsvermögen.

Als Makuladegeneration wird eine Vielzahl von degenerativen Veränderungen im Bereich der Makula bezeichnet, welche die Sehleistung der Augen stark vermindert. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) zu erkranken.

Das schmerzlose und fortschreitende Schwinden der Sehfähigkeit wird meist vom besser sehenden Auge ausgeglichen. Daher wird diese Netzhauterkrankung im Regelfall erst bemerkt, wenn bereits ausgeprägte Netzhautschäden vorliegen. Für Betroffene äußert sich dies subjektiv durch eine rapide Verschlechterung der Sehfähigkeit und wellig verformtes, verzerrtes Sehen.

Fakten zur Untersuchung

Untersuchungsdauer:30 bis 60 Minuten
Diagnose:Am Folgetermin durch Arzt
Arbeitsfähigkeit:Keine Einschränkungen
Verkehrstauglichkeit:Keine Einschränkungen
Kosten:Selbstzahlerleistung
Bezahlung:per Rechnung

Normal

AMD

Sehfähigkeit

Untersuchungs­inhalt und Ablauf

Bei der Makula-Vorsorge wird die Gesundheit der zentralen Netzhaut (Makula) durch verschiedene Messungen beurteilt und dokumentiert. Alle Untersuchungen sind kontaktlos, schmerzfrei und stören das Sehen nicht. Die vorher bestehende Fahrtüchtigkeit wird durch die Untersuchung nicht beeinflusst, da keine Augentropfen zur Pupillenerweiterung erforderlich sind. Alle Messergebnisse der Untersuchung werden an einem Folgetermin mit einem Arzt persönlich besprochen. Bei Auffälligkeiten während der Messung wird direkt ein Augenarzt hinzugezogen.

Für Personen über 75-Jährige liegt das AMD-Risiko etwa bei 30 %, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Besonders sinnvoll ist die Untersuchung für: Personen mit AMD in der Familie, blauäugige Menschen, Raucher, Personen mit Gefäßerkrankungen und zu hohen Bluthochdruck und Personen mit Bewegungsmangel. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) empfiehlt jährliche AMD-Vorsorgeuntersuchungen ab dem 60. Lebensjahr.

Bestimmung der Qualität der zentralen Sehleistung:
Durch eine elektronische Korrekturmessung wird der Korrekturbedarf der Augen ermittelt. Diese Werte entsprechen der benötigten Brillenkorrektur. Nachfolgend wird durch das Vorschalten von Sehzeichen die beste Sehleistung der Augen bestimmt die mit den aktuellen Brillenwerten erreicht werden.

Netzhautschicht-Messung mittels Optischer Kohärenztomografie (OCT):
Die OCT-Messung ist ein modernes, bildgebendes Verfahren, zur Analyse der verschiedenen Strukturen der Netzhaut. Krankhafte Veränderungen im Bereich der Makula werden somit erkannt bevor sie zu spürbaren Beeinträchtigungen im Sehen führen.

Fotographie des Augenhintergrundes (Fundus):
Mit einer Laser-Scanning-Kamera wird ein Weitwinkel-Foto des Augenhintergrundes aufgenommen. Netzhautveränderungen, besonders im Bereich der Makula, können so schnell und einfach erkannt und dokumentiert werden.

Es können zwei verschiedene Degenerations-Formen der „Sehzellen“ in der Makula unterschieden werden: Die trockene und die feuchte Makuladegeneration. Beide Formen treten im Alter gehäuft auf und schreiten voran. Trockene Makuladegenerationen verändern sich nur langsam. Dagegen führen die feuchten Formen unbehandelt innerhalb kurzer Zeit zu einer erheblichen und irreversiblen Sehbeeinträchtigung. Nur feuchte Makulaveränderungen können effektiv behandelt werden.

Neben der klassschen altersbedingten Makuladegeneratione können auch Gefäßverschlüsse am Auge und Diabetes Melitus bedingte Gefäßveränderungen starke Schäden im Bereich der Makula hervorrufen.

Feuchte Makulaveränderungen führen unbehandelt in der Regel innerhalb von Monaten zu einer irreversiblen Schädigung des zentralen Sehens mit Verlust der Lesefähigkeit. Dieser Schaden wird durch die Flüssigkeitsansammlung, die bei feuchten Makuladegenerationen die Nervenzellen auseinanderdrängt, bedingt und gefördert. Ein Verbleiben der Flüssigkeit führt zum Verlust der Nervenzellen mit folgender zentraler Narbenbildung. Die Therapie von feuchten Makuladegenerationen zielt deshalb darauf ab, die Makula "auszutrocknen". Dazu stehen Medikamente zur Verfügung, die dafür sorgen, dass die Flüssigkeit, die sich in den Schichten der Makula angesammelt hat, reduziert wird. Diese Medikamente müssen unter sterilen Bedingungen im Operationssaal verabreicht werden. Sie können ein Fortschreiten der Makuladegeneration verlangsamen. Eine Heilung ist jedoch leider nicht möglich.

Erweiterte Untersuch­ung - Grauer­ Star

Katarakt - Was ist das?

Eine nicht mehr klare, getrübte Augenlinse wird Katarakt oder grauer Star genannt. Diese Eintrübung ist zunehmend und meist die Folge des normalen Alterungsprozesses der Augen. Jeder Mensch ist davon betroffen. Betroffene bemerken dies oft zuerst an Sehverschlechterungen, einer erhöhten Blendungsempfindlichkeit und Störungen des Farbensehens. Meist treten diese Symptome ab dem 6. oder 7. Lebensjahrzehnt auf.

Die Eintrübung der Augenlinse kann nicht mit Medikamenten behandelt werden. Wenn die Beeinträchtigung des Sehvermögens ein gewisses Ausmaß erreicht hat, kann die getrübte Augenlinse mit Hilfe einer kleinen Operation entfernt und durch eine klare, sogenannte Kunstlinse ersetzt werden.

Fakten zur Untersuchung

Untersuchungsdauer:30 bis 60 Minuten
Diagnose:Am Folgetermin durch Arzt
Arbeitsfähigkeit:Keine Einschränkungen
Verkehrstauglichkeit:Keine Einschränkungen
Kosten:Selbstzahlerleistung
Bezahlung:per Rechnung

Untersuchungs­inhalt und Ablauf

Vor einer Katarakt-Operation wird routinemäßig eine sorgfältige Voruntersuchung durchgeführt, welche alle für die Operation notwendigen augenärztlichen Untersuchungen der Augen sowie die Bestimmung der Kunstlinse umfasst.

Der Sinn und Zweck der erweiterten Untersuchung liegt darin, das bestmögliche postoperative Sehergebnis zu erreichen. Dies geschieht zum einen durch eine genauere Kunstlinsenkalkulation und zum anderen durch einen genaueren Kenntnisstand der Augengesundheit im Vorfeld der Operation. Die vorher bestehende Fahrtüchtigkeit wird durch die Untersuchung nicht beeinflusst, da keine Augentropfen zur Pupillenerweiterung erforderlich sind. Alle Messergebnisse werden von dem operierenden Facharzt beurteilt und für die Operation berücksichtigt. Sollten während der Messung Auffälligkeiten auftreten, wird direkt ein Augenarzt hinzugezogen.

Grundsätzlich sind diese Untersuchungen für alle Staroperationen sinnvoll, weil sie ein Maximum an Sicherheit und Genauigkeit ermöglichen. Darüber hinaus sind besonders beim Bestehen von zusätzlichen Augenerkrankungen (hohe Fehlsichtigkeit, Makula-Veränderungen, Grünem Star, u.a.) oder systemischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus ergänzende Untersuchungen wertvoll.

Optische Biometrie
Zur Auswahl der richtigen Kunstlinse muss die genaue Länge ihres Auges bestimmt werden. Herkömmlicherweise geschieht diese Bestimmung durch Ultraschall-Technik. Dabei wird die Augenoberfläche lokal betäubt und mit einem Messstift das Auge berührt. Ein großer Vorteil der lasergestützen “Optische Biometrie“ ist, dass bei der kontaktlosen Messung keine Tropfanesthesie benötigt und Augenirritationen vermieden werden.

Die “Optische Biometrie“ ist die derzeit genauste Messmethode entspricht dem heutiger Goldstandard um die bestmöglichen Kunstlinsenkorrektur zu bestimmen. Trotz der zahlreichen Vorteile für die Patienten wird diese Untersuchung nach wie vor nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Netzhautschicht-Messung mittels Optischer Kohärenztomografie (OCT):
Die verschiedenen Strukturen der Netzhaut können mittels einer optischen Kohärenz-tomographie (“OCT“), in höchster Auflösung vermessen und dargestellt werden. So können selbst kleinste Veränderungen im Bereich der zentralen Netzhaut (Makula) festgestellt werden bevor Beeinträchtigungen im Sehen auftreten.

Fotographie des Augenhintergrundes (Fundus):
Mit einer Laser-Scanning-Kamera wird ein Weitwinkel-Foto des Augenhintergrundes aufgenommen. Krankhafte Veränderungen können so bis zum äußersten Rand der Netzhaut schnell und einfach erkannt und dokumentiert werden.

Hornhaut-Topograhie:
Neben verbreiteten Fehlsichtigkeiten, wie Kurz- oder Weitsichtigkeit, wird bei Menschen mit einem Grauen Star oft auch ein sogenannter “Astigmatismus“ -zu Deutsch Hornhautverkrümmung- festgestellt. Dabei hat die vorderste Fläche des Auges -die Hornhaut- eine unregelmäßige (leicht ovale) Form. Bei dieser Art von Fehlsichtigkeit werden Objekte in verschiedenen Distanzen verwischt oder verzerrt gesehen. Das Ausmaß, die Lage und der Verlauf der Verkrümmung kann durch das Erstellen einer “Hornhaut-Topographie“ sehr detailliert gemessen und dargestellt werden.Diese Informationen sind die Voraussetzung für Berechnung und Verwendung einer torischen Kunstlinse zur Korrektur von Hornhautverkrümmungen.

Wir setzen standardmäßig asphärische Linsen ein. Die spezielle Form der Asphäre bewirkt ein besseres und kontrastreicheres Sehen v.a. bei schlechten Lichtverhältnissen. Diese Premiumlinsen gehören zu den besten auf dem Markt befindlichen Kunstlinsen. Die Kosten für diesen Linsentyp werden von Ihrer Krankenkasse vollständig übernommen.

Einstärken- oder monofokale Linsen ermöglichen es, in einer bestimmten Distanz, beispielsweise die Ferne oder die Nähe, scharf zu sehen. Menschen die diesen Linsentyp wählen, brauchen weiterhin eine Brille für die nichtkorrigierte Entfernung. Das heißt eine leichte Lese- oder Fernbrille ist auch nach der Operation notwendig.

Torische Linsen ermöglichen einen zusätzlichen Ausgleich einer bestehenden Hornhautverkrümmung. Sie kommen bei höheren, regelmäßigen Verkrümmungen der Hornhaut zum Einsatz. Die Kosten für diesen Kunstlinsen-Typ werden von den Krankenkassen zum Teil übernommen.

Mehrstärken- oder multifokale Linsen korrigieren für mehrere Distanzen. Das ins Auge fallende Licht wird gleichzeitig auf mehrere Brennpunkte aufgeteilt. Das ermöglicht ein Sehen in 2-3 Distanzen ohne Brille. Vollständige Brillenfreiheit wird dadurch jedoch nicht erreicht. Die Aufteilung der Lichtintensität auf viele Brennpunkte kann je nach Lichtsituation Nachteile für Ihre Sehqualität mit sich bringen wie: schlechteres Kontrastsehen, vermehrte Blendung, Lichtringe oder Lichtschweife. Auch wenn diese Lichterscheinungen in der Regel nur schwach ausgeprägt sind, können Sie Ihr subjektives Sehen beeinträchtigen. Bei diesem Linsentyp fallen immer Zusatzkosten an, die Ihre Krankenkasse nicht übernimmt.

Ihr Augenarzt klärt Sie ausführlich darüber auf welcher Linsentyp für Sie am besten in Frage kommt.

Bei Fragen zu unseren Behandlungen oder zur Terminvereinbarung kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular oder auch telefonisch unter 07621 916 55 88.

Wir sind gerne für Sie da!