Orthoptik

Die Orthoptik ist ein spezieller Bereich der Augenheilkunde, der früher oft Sehschule genannt wurde. Sie umfasst die Früherkennung von Sehschwächen bei Kindern und deren Therapiebegleitung. Weiterführend versorgen Orthoptistinnen auch Patienten mit visuellen zerebralen Störungen, vor allem in der Rehabilitation. Dabei werden die Diagnostik sowie die Therapie mit Rücksprache des Arztes getroffen.

  • Bei Mitbeurteilung von Sehschwächen bei Kindern und Erwachsenen
  • Auf Anraten eines anderen Arztes
  • Brillenanpassung bei Kindern, ggf. auch bei Erwachsenen
  • Bei Fragen rund ums Schielen/Binokularsehen
  • Bei dem Auftreten von Doppelbildern
  • Augenmuskellähmungen oder Augenzittern (Nystagmus)
  • Augenbedingte Kopffehlhaltungen

Bei einer Erstvorstellung des Patienten erfolgt immer zuerst eine umfassende Fallaufnahme (Anamnese) der Sehsituation. Danach werden entsprechende Untersuchungen zur Diagnosestellung durchgeführt. Dazu gehören immer:

  • Eine Sehschärfenprüfung in Ferne und Nähe (wenn vorhanden mit der eigenen Brille)
  • Ein objektiver Sehtest (eventuell mit Pupillen erweiternden Tropfen)
  • Eine Überprüfung der Zusammenarbeit beider Augen in ihrer Beweglichkeit und Koordination

Von einem Schielen spricht man immer dann, wenn die Augen nicht zusammen dasselbe Objekt betrachten, sondern ein Auge in eine andere Richtung abweicht. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Schielen. Grob kann man diese in 3 Gruppen einteilen: angeboren, erworben und paretisch (Lähmungsschielen). Um festzustellen, um welche Art von Schielen es sich handelt, werden entsprechende Untersuchungen durchgeführt und anschließend eine entsprechende Therapie und das weitere Vorgehen besprochen.

Eine Schwachsichtigkeit oder Amblyopie beschreibt eine stark verringerte Sehfähigkeit, die keine organischen Ursachen hat. Häufig treten Schwachsichtigkeiten im Zusammenhang mit einem Schielfehler auf. Statistisch werden ungefähr 4 Prozent der Kinder in Deutschland mit einem Schielfehler geboren.
Nimmt das schielende Auge in den ersten Lebensjahren nicht aktiv am Sehvorgang teil, lernt es nicht „richtig“ zu sehen und bleibt schwachsichtig. Um dem entgegenzuwirken, wird unter ständiger Kontrolle eine Abklebebehandlung (Okklusionstherapie) eingeleitet, wobei das besser sehende Auge zugunsten des sehschwachen Auges abgeklebt wird. Das Schielen selbst wird dadurch nicht geheilt.

Ist beim Kinderarzt der Sehtest oder das Augenscreening auffällig, werden Sie zur Mitbeurteilung zu einem Augenarzt geschickt. Mit etwa 2,5 Jahren können Kinder zur Bestimmung der aktuellen Sehschärfe erstmals Sehzeichen wiedergeben. Durch zusätzliche, objektive Tests werden die Angaben dann verglichen.
Auch wenn jüngere Kinder noch nicht klar sagen können, was sie sehen, kann mit Hilfe von objektiven Messungen das Sehvermögen sehr gut eingeschätzt werden.

Erfahrungen und Bewertungen unserer Patienten

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